Duschcreme: Unterschied zum Duschgel und für wen sie passt
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Eine Duschcreme ist ein Duschprodukt mit höherem Anteil an Rückfettern und Pflegestoffen als ein klassisches Duschgel. Sie reinigt milder, fühlt sich cremig an und hinterlässt ein weicheres Hautgefühl, besonders bei normaler bis trockener Haut. Hier erfährst du, worin sich Duschcreme und Duschgel unterscheiden, woran du eine gute Rezeptur erkennst und wann eine Cremedusche die richtige Wahl ist.
Was ist eine Duschcreme?
Duschcreme, Cremedusche oder Pflegedusche: Die Begriffe sind nicht geschützt und werden von Herstellern unterschiedlich verwendet. Gemeint ist in der Regel ein Reinigungsprodukt, das neben Tensiden einen spürbaren Anteil an Ölen, Fetten oder Emulgatoren enthält. Dadurch entsteht eine dickere, oft milchig-weiße oder opake Konsistenz.
Technisch liegt die Duschcreme zwischen einem klaren Duschgel und einem Duschöl. Sie schäumt meist etwas weniger als ein Gel, aber deutlich mehr als ein Öl. Viele Drogeriemarken führen Pflegeduschen als eigene Kategorie, häufig mit Hinweisen wie „Creme“, „Milk“, „Soft“ oder „Pflege“ im Namen. Einen Überblick über Produkte für Frauen gibt der Ratgeber Duschgel für Frauen.
Duschcreme, Duschgel und Duschöl im Vergleich
| Merkmal | Duschgel | Duschcreme | Duschöl |
|---|---|---|---|
| Konsistenz | klar bis transparent, gelartig | cremig, opak | ölig, wird mit Wasser milchig |
| Schaum | viel | mittel | wenig |
| Rückfettung | gering bis mittel | mittel bis hoch | hoch |
| Hautgefühl danach | sauber, teils straff | weich, gepflegt | geschmeidig, leichter Film |
| Geeignet für | normale bis fettige Haut | normale bis trockene Haut | trockene bis sehr trockene Haut |
| Nachteil | kann trockene Haut belasten | bei fettiger Haut zu reichhaltig | Rutschgefahr in der Wanne |
Wer sehr trockene oder schuppige Haut hat, kommt mit einem Duschöl oft noch besser zurecht. Wie es funktioniert, erklärt der Ratgeber Duschöl. Den direkten Vergleich zwischen Gel und Öl findest du unter Duschgel oder Duschöl.
Was eine gute Duschcreme ausmacht
Wie gut eine Duschcreme pflegt, zeigt die INCI-Liste. Die Bestandteile stehen dort in absteigender Menge. Achte auf folgende Gruppen:
Milde Tenside
Viele Duschcremes nutzen Sodium Laureth Sulfate in Kombination mit milderen Co-Tensiden wie Cocamidopropyl Betaine oder Glucosiden. Besonders hautschonende Rezepturen setzen auf Aminosäuretenside wie Sodium Cocoyl Glutamate. Hintergründe liefert der Ratgeber Tenside im Duschgel.
Rückfetter und Öle
Typische Pflegeöle sind Sonnenblumen-, Mandel-, Soja- oder Jojobaöl. Auch Sheabutter oder Glyceride wie Glyceryl Oleate wirken rückfettend. Sie gleichen einen Teil der Lipide aus, die beim Waschen gelöst werden. Mehr über die beliebte Butter erfährst du im Ratgeber Sheabutter-Duschgel.
Feuchthaltemittel
Glycerin ist in fast jeder Duschcreme enthalten und bindet Wasser in der obersten Hautschicht. Panthenol oder Urea ergänzen die Pflege. Steht Glycerin weit vorne, ist das ein gutes Zeichen.
Trübungsmittel
Nicht jede cremige Optik bedeutet viel Pflege. Manche Produkte erhalten ihre milchige Farbe durch Trübungsmittel wie Styrene/Acrylates Copolymer oder Glycol Distearate, die keine pflegende Wirkung haben. Ein Blick auf die Öle in der Liste verrät mehr als das Aussehen. Wie du die Liste liest, zeigt unsere Anleitung INCI lesen.
Für wen sich eine Duschcreme lohnt
- Normale bis trockene Haut: Die Haut fühlt sich nach dem Duschen weniger gespannt an.
- Im Winter: Heizungsluft und Kälte trocknen die Haut aus, eine Cremedusche gleicht das teilweise aus. Weitere Tipps im Ratgeber Winter-Duschgel.
- Wenig Zeit zum Eincremen: Eine Duschcreme ersetzt keine Bodylotion bei sehr trockener Haut, kann aber an normalen Tagen ausreichen.
- Nach der Rasur: Die cremige Textur fühlt sich auf frisch rasierten Beinen angenehm an. Ob sie auch als Rasierhilfe taugt, erklärt der Ratgeber mit Duschgel rasieren.
Weniger geeignet ist eine reichhaltige Duschcreme bei sehr fettiger Haut oder Unreinheiten an Rücken und Dekolleté. Hier sind leichtere Gele die bessere Wahl. Bei empfindlicher oder zu Ekzemen neigender Haut zählt vor allem, dass das Produkt parfümfrei ist. Hinweise dazu findest du im Ratgeber Duschgel für trockene Haut.
Duschcreme und Duft
Duschcremes werden oft mit weichen, pudrigen oder gourmandigen Düften kombiniert, etwa Vanille, Kokos, Mandel oder Rose. Durch die Öle bleibt der Duft manchmal etwas länger auf der Haut haften als bei einem klaren Gel. Wer einen Duft möglichst lange genießen möchte, kombiniert die Duschcreme mit einer passenden Bodylotion. Mehr dazu im Ratgeber Duschgel mit langanhaltendem Duft.
Duftstoffe sind allerdings auch der häufigste Auslöser für Kontaktallergien in Kosmetik. Wenn deine Haut nach dem Duschen juckt oder sich rötet, wechsle zu einer parfümfreien Variante. Welche Duftstoffe kennzeichnungspflichtig sind, erklärt der Ratgeber Duftstoffallergene.
Unsere Empfehlungen
Für den Alltag bei normaler bis trockener Haut empfehlen wir eine Duschcreme mit Pflanzenöl oder Sheabutter im vorderen Drittel der INCI-Liste und einem moderaten Duft.
Für empfindliche Haut ist eine parfümfreie Cremedusche die sicherere Wahl. Sie bietet dieselbe Pflege, verzichtet aber auf potenzielle Reizstoffe.
So wendest du Duschcreme richtig an
Verteile eine kleine Menge mit den Händen auf der feuchten Haut. Ein Duschschwamm erhöht den Schaum, entfernt aber auch mehr von den Pflegeanteilen. Lass die Creme kurz einwirken und spüle mit lauwarmem Wasser ab. Heißes Wasser löst die Rückfetter wieder von der Haut.
Tupfe die Haut danach sanft trocken, statt kräftig zu rubbeln. So bleibt ein Teil des Pflegefilms erhalten. Bei sehr trockener Haut ist eine Bodylotion direkt nach dem Duschen trotzdem sinnvoll, solange die Haut noch leicht feucht ist. Mehr Tipps im Ratgeber richtig duschen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Duschcreme und Duschgel?
Eine Duschcreme enthält mehr Rückfetter wie Öle, Butter oder Emulgatoren und hat eine cremige, opake Konsistenz. Sie reinigt milder und hinterlässt ein weicheres Hautgefühl. Ein Duschgel ist meist klar, schäumt stärker und reinigt etwas intensiver.
Ist Duschcreme besser für trockene Haut?
Ja, für normale bis trockene Haut ist eine Duschcreme meist angenehmer als ein klassisches Duschgel. Bei sehr trockener Haut ist ein Duschöl oft noch besser. Wichtig sind außerdem lauwarmes Wasser und kurze Duschzeiten.
Ersetzt Duschcreme die Bodylotion?
Bei normaler Haut kann eine Duschcreme an manchen Tagen ausreichen. Bei trockener oder sehr trockener Haut ersetzt sie die Bodylotion nicht, weil ein großer Teil der Pflege mit dem Wasser abgespült wird. Eine Lotion auf leicht feuchter Haut wirkt dann besser.
Kann man Duschcreme bei fettiger Haut verwenden?
Möglich ist es, aber nicht ideal. Reichhaltige Rezepturen können sich bei fettiger Haut schwer anfühlen und Unreinheiten an Rücken oder Dekolleté begünstigen. Ein leichtes, mildes Duschgel ist hier meist die bessere Wahl.