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Richtig duschen: Temperatur, Dauer und die beste Reihenfolge

Aktualisiert am von der Redaktion duschgel.net

Richtig duschen heißt vor allem: lauwarm statt heiß, kurz statt lang, Duschgel gezielt statt flächendeckend und die Haut danach zügig pflegen. Mit ein paar Anpassungen bleibt die Hautbarriere intakt, die Haare werden sauberer und du sparst Wasser und Produkt. Hier findest du die einzelnen Schritte in sinnvoller Reihenfolge.

Die ideale Wassertemperatur

Heißes Wasser fühlt sich angenehm an, löst aber deutlich mehr Fett aus der Hornschicht als lauwarmes. Die Haut verliert dadurch schneller Feuchtigkeit, spannt und juckt. Bei trockener Haut, Neurodermitis oder im Winter fällt das besonders auf.

Dermatologen empfehlen deshalb meist lauwarmes Wasser, das sich etwa körperwarm anfühlt. Ein guter Test: Wird deine Haut nach dem Duschen deutlich rot, war das Wasser zu heiß. Ein Thermostat-Mischer hilft, die Temperatur konstant zu halten.

Zum Abschluss kannst du die Temperatur kurz absenken. Ein kühler Guss erfrischt und wird von vielen als belebend empfunden. Was die Forschung dazu sagt und wie der Einstieg gelingt, erklärt der Ratgeber Kalt duschen.

Wie lange solltest du duschen?

Für die Reinigung reichen in der Regel fünf bis zehn Minuten. Jede weitere Minute unter warmem Wasser weicht die Hornschicht stärker auf und spült mehr hauteigene Feuchthaltefaktoren aus. Kurze Duschen sind daher hautfreundlicher und sparen zugleich Wasser und Energie.

Wer sich entspannen möchte, ist mit einem gelegentlichen Bad oft besser bedient als mit einer halbstündigen Dusche. Ob dafür auch dein normales Produkt taugt, liest du unter Duschgel als Badezusatz.

StellschraubeHautfreundlichEher ungünstig
Temperaturlauwarm, etwa körperwarmheiß, Haut wird rot
Dauer5–10 Minuten20 Minuten und länger
Duschgelgezielt an Achseln, Intimbereich, Füßenjeden Tag großflächig und reichlich
HilfsmittelHände oder sauberer, trockener Schwammfeuchter Schwamm, der nie trocknet
Abtrocknensanft abtupfenkräftig rubbeln
Pflegeinnerhalb weniger Minuten eincremenHaut erst komplett austrocknen lassen

Die sinnvolle Reihenfolge beim Duschen

  1. Anfeuchten: Haare und Körper vollständig nass machen. Das erleichtert das Aufschäumen und spart Produkt.
  2. Haare waschen: Shampoo in die Kopfhaut einmassieren und ausspülen. Schaum, der über den Körper läuft, reinigt dabei schon ein wenig mit.
  3. Spülung auftragen: in die Längen geben und einwirken lassen, während du weitermachst.
  4. Gesicht: mit einem eigenen milden Reinigungsprodukt oder nur mit Wasser. Für die Gesichtshaut ist Duschgel oft nicht ideal.
  5. Körper reinigen: Duschgel aufschäumen und gezielt verwenden, am Ende die Spülung aus dem Haar waschen.
  6. Gründlich abspülen: zum Schluss den ganzen Körper abbrausen, damit keine Spülungs- und Tensidreste zurückbleiben.

Die Reihenfolge hat einen Grund: Haarspülungen enthalten pflegende Stoffe, die auf Rücken und Schultern haften können. Wäschst du den Körper erst danach, entfernst du diese Reste. Das kann bei Neigung zu Pickeln am Rücken hilfreich sein.

Duschgel gezielt einsetzen

Nicht jede Körperstelle braucht jeden Tag Duschgel. Achseln, Intimbereich, Füße und Hautfalten neigen zu Geruch und sollten regelmäßig gereinigt werden. Arme, Beine und Rücken sind oft schon mit klarem Wasser ausreichend sauber, wenn du nicht stark geschwitzt hast.

Für den Intimbereich genügt außen Wasser oder ein mildes, parfümfreies Produkt. Spezielle Waschlotionen beschreibt der Ratgeber zur Intimwaschlotion. Wie viel Duschgel du pro Dusche brauchst, erklärt die Dosierungsanleitung. Ob du täglich duschen solltest oder seltener, hängt von Hauttyp und Alltag ab, mehr dazu unter Wie oft duschen?.

Rasieren unter der Dusche

Wer sich unter der Dusche rasiert, macht das am besten gegen Ende. Dann sind Haut und Haare durch das warme Wasser aufgeweicht, und die Klinge gleitet leichter. Verwende ein Rasiergel oder zumindest einen reichhaltigen Schaum statt eines dünnen Gels. Tipps zu geeigneten Produkten findest du bei Duschgel zur Rasur.

Nach dem Duschen: abtrocknen und pflegen

Tupfe die Haut mit einem sauberen Handtuch ab, statt kräftig zu rubbeln. Vergiss die Zehenzwischenräume nicht, denn feuchte Haut dort begünstigt Fußpilz. Handtücher sollten zwischen den Anwendungen gut trocknen und regelmäßig gewechselt werden.

Creme dich am besten innerhalb weniger Minuten ein, solange die Haut noch leicht feucht ist. Die Pflege schließt die Restfeuchtigkeit ein und gleicht den Fettverlust beim Waschen aus. Bei trockener Haut kann ein Duschöl den Effekt schon unter der Dusche unterstützen. Weitere Themen rund um Pflege und Produktwahl findest du im Duschgel-Ratgeber.

Häufige Fragen

Welche Wassertemperatur ist beim Duschen ideal?

Lauwarmes Wasser, das sich ungefähr körperwarm anfühlt, ist für die meisten Menschen ideal. Heißes Wasser entfettet die Haut stärker und kann sie austrocknen. Ein kühler Abschluss ist möglich, wenn du ihn verträgst.

Was wäscht man beim Duschen zuerst?

Am besten zuerst die Haare, dann die Spülung einwirken lassen und danach Gesicht und Körper reinigen. Zum Schluss spülst du alles gründlich ab. So entfernst du auch Spülungsreste von Rücken und Schultern.

Wie lange sollte man duschen?

Fünf bis zehn Minuten reichen für eine gründliche Reinigung. Längere warme Duschen weichen die Hornschicht auf und trocknen die Haut eher aus. Kurze Duschen sparen außerdem Wasser und Energie.

Sollte man sich direkt nach dem Duschen eincremen?

Ja, am besten innerhalb weniger Minuten, solange die Haut noch leicht feucht ist. Die Pflege hält die Feuchtigkeit in der Haut und gleicht den Fettverlust aus. Bei normaler Haut ist das nicht zwingend, bei trockener Haut sehr empfehlenswert.