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Duschgel plastikfrei ersetzen: Alternativen für die Dusche

Aktualisiert am von der Redaktion duschgel.net

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Wer Duschgel plastikfrei ersetzen möchte, greift am einfachsten zu einem festen Duschstück oder einer klassischen Seife im Papier. Daneben gibt es Refill-Stationen, Glas- und Aluflaschen sowie Konzentrate. Hier vergleichen wir die Optionen nach Müllersparnis, Hautgefühl und Alltagstauglichkeit.

Wie viel Plastik steckt im Duschgel?

Bei Duschgel geht es um zwei verschiedene Arten von Plastik, die oft vermischt werden. Die erste ist die Verpackung: Flasche, Klappdeckel und manchmal ein Etikett aus Kunststofffolie. Bei einer üblichen 250-ml-Flasche fällt so pro Monat schnell eine leere Flasche an, je nach Haushaltsgröße auch mehrere.

Die zweite Art steckt in der Rezeptur. Feste Mikroplastikpartikel wie Peeling-Kügelchen sind in abwaschbaren Kosmetika seit dem 17. Oktober 2023 durch die Verordnung (EU) 2023/2055 verboten. Flüssige oder gelöste synthetische Polymere, etwa manche Verdicker und Filmbildner, fallen nicht unter dieses Verbot. Mehr dazu findest du unter Duschgel ohne Mikroplastik.

Plastikfrei duschen heißt also in erster Linie: Verpackung vermeiden. Wer zusätzlich auf die Rezeptur achtet, landet schnell bei Naturkosmetik-Duschgel, das synthetische Polymere grundsätzlich ausschließt.

Die Alternativen im Vergleich

AlternativePlastikersparnisHautgefühlAlltag
Festes Duschgel (Syndet-Stück)sehr hoch, meist Papier oder Kartonmild, oft pH-hautneutralbraucht trockene Ablage
Klassische Seifesehr hochalkalisch, kann trockene Haut belastengünstig, überall erhältlich
Refill-Stationhoch, Flasche wird wiederverwendetwie normales Duschgelnur in manchen Läden
Nachfüllbeutelmittel, weniger Material als Flaschenwie normales Duschgeleinfach, aber weiterhin Plastik
Glas- oder Aluflaschemittel bis hochwie normales DuschgelGlas rutschig in der Dusche
Pulver oder Konzentrat zum Anrührenhoch, weniger Volumenje nach RezepturAnrühren und Haltbarkeit beachten

Festes Duschgel: die naheliegende Lösung

Ein festes Duschgel sieht aus wie Seife, ist aber meist ein Syndet: Es reinigt mit synthetischen oder pflanzenbasierten Tensiden wie Sodium Cocoyl Isethionate statt mit verseiften Fetten. Dadurch kann der pH-Wert im hautfreundlichen Bereich liegen, während klassische Seife bei pH 9 bis 10 liegt. Für die meisten Hauttypen ist das der bequemste Umstieg.

Ein Stück ersetzt je nach Größe und Nutzung mehrere Flaschen Flüssiggel, weil es kein Wasser enthält. Damit es nicht aufweicht, braucht es eine Ablage mit Abtropfrillen oder ein Seifensäckchen. Unterschiede zwischen Rezepturen, Tensiden und Duftstoffen erklärt der Ratgeber festes Duschgel.

Beim Kauf lohnt ein Blick auf drei Punkte:

Seife, Refill und Glasflasche: Vor- und Nachteile

Klassische Seife

Naturseife ist die älteste plastikfreie Variante und oft nur in Papier eingeschlagen. Sie reinigt gründlich, ist aber alkalisch und kann den Säureschutzmantel vorübergehend stören. Gesunde Haut gleicht das in der Regel aus, bei trockener oder empfindlicher Haut kann es spannen. Überfettete Seifen sind milder. Einen genauen Vergleich findest du unter Duschgel oder Seife.

Refill-Stationen

In Unverpackt-Läden, manchen Drogerien und Bioläden kannst du flüssiges Duschgel in mitgebrachte Flaschen abfüllen. Die Ersparnis ist hoch, wenn du dieselbe Flasche über Jahre nutzt. Der Nachteil: Das Angebot ist regional sehr unterschiedlich, und die Auswahl an Sorten ist meist klein.

Nachfüllbeutel und Mehrwegflaschen

Nachfüllbeutel sparen gegenüber neuen Flaschen Material, bestehen aber meist aus Verbundfolie, die schlecht recycelbar ist. Sie sind ein guter Zwischenschritt, aber nicht plastikfrei. Mehr dazu im Ratgeber zum Duschgel-Nachfüllpack. Glas- und Aluflaschen mit Pumpspender sind langlebig, Glas sollte aber in der Dusche rutschfest stehen. Aluminium ist bruchsicher und gut recycelbar, ist in der Herstellung aber energieintensiv und lohnt sich deshalb vor allem bei langer Nutzung als Mehrwegflasche.

Umstieg ohne Frust: praktische Tipps

Wenn deine Haut nach dem Umstieg spannt, liegt es meist an einer alkalischen Seife oder einem kräftigen Tensid wie Sodium Coco-Sulfate. Wechsle dann zu einem Syndet-Stück oder probiere ein festes Duschöl.

Plastikfrei ist nicht automatisch nachhaltig

Die Verpackung ist sichtbar, aber nicht der einzige Umweltfaktor. Den größten Energiebedarf beim Duschen verursacht in aller Regel das Erwärmen des Wassers. Kürzer und etwas kühler zu duschen bringt oft mehr als jeder Verpackungswechsel. Tipps dazu stehen im Ratgeber richtig duschen.

Auch die Rezeptur zählt: Ob die Tenside gut abbaubar sind, ob Palmöl aus zertifizierter Quelle stammt und ob Duftstoffe Gewässer belasten, entscheidet mit. Was hinter der Angabe „biologisch abbaubar“ steckt, erklärt der Artikel biologisch abbaubares Duschgel. Einen Gesamtblick auf alle Kriterien gibt der Ratgeber nachhaltiges Duschgel.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann sein Duschgel selber machen und in Glas abfüllen. Das spart Verpackung, verlangt aber saubere Arbeit und einen geeigneten Konservierer.

Häufige Fragen

Wie kann ich Duschgel plastikfrei ersetzen?

Am einfachsten mit einem festen Duschstück oder einer Seife in Papierverpackung. Alternativ kannst du flüssiges Duschgel an einer Refill-Station in eine mitgebrachte Flasche abfüllen. Beide Wege vermeiden neue Plastikflaschen.

Ist festes Duschgel besser für die Haut als Seife?

Für viele Menschen ja, weil festes Duschgel meist ein Syndet mit hautnahem pH-Wert ist. Klassische Seife ist alkalisch und kann trockene oder empfindliche Haut stärker belasten. Gesunde Haut verträgt beides in der Regel gut.

Wie lange hält ein festes Duschstück?

Das hängt von Größe, Rezeptur und Lagerung ab. Ein Stück, das zwischen den Duschen trocknen kann, hält deutlich länger als eines, das in einer Pfütze liegt. Viele Hersteller geben an, wie vielen Flaschen Flüssiggel ein Stück entspricht.

Sind Nachfüllbeutel plastikfrei?

Nein. Nachfüllbeutel bestehen meist aus Kunststoff- oder Verbundfolie und sparen nur im Vergleich zu neuen Flaschen Material. Plastikfrei sind feste Produkte in Papier sowie Abfüllung in Glas oder Metall.